Immer wieder höre ich: Die Roten sind die verrückten. Stimmt das?


Na ja, ich würde nie behaupten, ein roter Aussie wäre generell wilder als ein schwarzer. Solche Dinge sollte man nie pauschalisieren, zumal viele Züchter damit auch Kunden an Land ziehen. Beispiel: Kunde A will einen red merle, der aber schon vergeben ist. Plötzlich heißt es, die blue merles wären sowieso viel ruhiger. So etwas finde ich nicht gut, zumal es auch dazu führt, dass viele Züchter einfach sagen, das sei alles Quatsch. Das finde ich aber nicht.

 

Auf vielen Genetik-Seminaren war ich schon und immer wieder wurden Verbindungen von Charakter und äußerem Erscheinungsbild thematisiert. Zum Beispiel sagt man Hunden mit Stehohren nach, dass sie pfiffiger und wilder seien. Viele behaupten, dass das nur so sei, weil man das bei ihrem Aussehen empfinde und sie unbewusst dem entsprechend erziehe. Tatsache ist aber: Stehohren werden gemacht durch festen Knorpel. Die Vererbung für diese Eigenschaft liegt vermutlich auf demselben Gen für die Charaktereigenschaft 'wild' und 'keck'. Genauso halte ich das auch bei Farben für möglich. Ebenso gibt es eine Studie, in der man die Vermutung aufgestellt hat, dass den roten Aussies ein Gen für Stressabbau fehlt.

 

Obendrein habe ich eigene, kleine Studien gemacht: In unserem ersten Wurf hatten wir sechs Welpen. Drei merles, drei tris. Drei schwarz, drei rot. ALLE merles waren ruhiger, die solids waren die Wilden. Anteilig waren die Roten die Ruhigeren und die Schwarzen die Wilderen. Hier wäre es also mehr oder weniger umgedreht, aber ich denke, man kann sehen, was ich meine: Charakter und Farbe haben etwas miteinander zu tun. Ohne Wenn und Aber. Und Ausnahmen bestätigen ja meistens die Regel.

 

Apropos Ausnahmen: Vielleicht sind Ausnahmen auch gar keine. Wenn zum Beispiel ein roter Aussie, der von der genetischen Anlage her sehr hibbelig wäre, eine extrem gute Welpenstube hatte und sehr früh auf Frustrationstoleranz und Impulskontrolle geprägt wurde, kann er natürlich viel ruhiger sein als ein schwarzer Aussie, der in seiner Welpenstube vielleicht hochgepuscht wurde, weil er ja schließlich mal Agility-Hund werden soll. So kann es auch gehen: Die Epigenetik spielt auch eine große Rolle.

 

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