Longieren

Wie sind wir zum Longieren gekommen?

Wir legen los am Zirkel
Wir legen los am Zirkel

Vom Longieren hatte ich immer mal wieder im Internet gehört und schnell hatte ich mich auch schlau gemacht. Es hörte sich sehr verlockend an, sollte es doch viele Probleme mit dem Hund – mit denen auch ich mich identifizieren konnte – lösen. Aber ich zögerte noch, mir ein Buch darüber zu kaufen. Denn zum einen war ich mir sicher, dass ich es gar nicht komplett durchgearbeitet bekommen würde (ich bin leider leicht zu frustrieren) und dass ich ohne Trainer eine Menge Fehler nicht bemerken würde. Mal abgesehen davon, dass das Lernen gemeinsam mit anderen immer noch mehr Spaß macht. Und so besuchte ich im Oktober 2012 einen Longier-Vortrag. Seither bin ich infiziert!!

Was ist das Longieren?

Das "Weit"-Schicken
Das "Weit"-Schicken

Beim Longieren gibt es quasi zwei Varianten. Einmal das ‚Zirkellongieren‘, bei welchem man den Hund um einen mit kleinen Pfählen und Absperrungsband aufgebauten Kreis schickt, und das ‚Freie Longieren‘ um markante Punkte wie z.B. Bäume, Parkbänke, Mülleimer und alles, was man sonst noch auf einem Spaziergang findet.

 

Man glaubt es kaum, aber das Longieren bietet fast für jedes Problem einen idealen Trainingsansatz. So kann z.B. die Distanzkontrolle, aber auch die Fußarbeit (Leinenführigkeit) deutlich verbessert werden, was ein toller Zusatz zum normalen Training der gängigen Hundesportarten darstellt. Sozusagen als Bonus powert das Longieren den Hund körperlich (gelenkschonend, da das Longieren ohne heftige Stopps auskommt) und geistig richtig aus, sodass man je nach Veranlagung des Hundes nach nur 15 Minuten einen rundum glücklichen und entspannten Hund im Körbchen liegen hat. Damit aber nicht genug: Ein solcher Hund wird sich keine Ersatzjobs (Jagen, Möbel zerkauen, Bellen) suchen, die dem Menschen höchstwahrscheinlich nicht gefallen. Stattdessen lernt er den sogenannten Führungsanspruch ‚seines‘ Menschen zu akzeptieren, die Bindung und das Vertrauen zu ihm wächst und der Mensch wird automatisch interessant für den Hund. Kurzum: Die Kommunikation verbessert sich ständig, da der Hund lernt, öfter auf die Körpersprache des Menschen zu achten. Auch Tabuzonen werden mit dem Training ganz selbstverständlich aufgebaut.

Zirkellongieren

Links herum - Jeder Hund hat eine Schokoladenseite
Links herum - Jeder Hund hat eine Schokoladenseite

Wie bereits gesagt, wird der Hund beim Zirkellongieren um einen großen, mit Absperrungsband abgesteckten Kreis geschickt. Dabei lernt der Hund auf unsere Körpersprache und/oder verbalen Kommandos hin den Kreis nach links und rechts zu umrunden und anzuhalten. Auf diese Grundübung lässt sich unendlich aufbauen: Man kann den Hund vielfältige Kommandos (Sitz, Platz, verschiedene Tricks) ausführen lassen, sodass es nie langweilig wird. Ebenfalls können Agility-Geräte oder sogar Treibbälle eingebaut werden. Fortgeschrittene können an zwei oder sogar drei Kreisen arbeiten oder auch mit diversen anderen Hundeführern und deren Hunden an einem Kreis!

Freies Longieren – Die Königsdisziplin

Auch rechts herum - Das Hindernis wird nur auf Kommando genommen
Auch rechts herum - Das Hindernis wird nur auf Kommando genommen

Das freie Longieren hat den Vorteil, dass man es überall machen kann: Sowohl in der Wohnung als auch auf dem Spaziergang. Und dazu muss man eigentlich nichts bei sich haben außer Leckerchen oder Spielzeug. Man beginnt damit, dem Hund beizubringen, ein Objekt (einen markanten Punkt) nach links und rechts zu umrunden. Schnell kann auf zwei Objekte (Oval) oder drei Objekte (Dreieck) aufgestockt werden. Meist ist dann auch ein Viereck oder ein großer Kreis, um die der Hund geschickt werden kann (ohne Band, das den Hund draußen hält!!), schon machbar. Das Schöne ist: Da man mit dem Vorlieb nehmen muss, was die Natur so bietet, wird es immer wieder neue Kreationen geben, die das Training abwechslungsreich gestalten!

Fazit

Völlig entspannt
Völlig entspannt

Ich kann das Longieren eigentlich nur jedem Hundehalter empfehlen. Egal ob kleiner oder großer Hund, das Longieren ist für jeden etwas. Gerade bei Hütehunden, wie der Aussie einer ist, erinnert mich das Senden um den Kreis oder markante Punkte an die Arbeit am Vieh, für welche der Aussie nun einmal geboren ist! Er kann sein natürliches Verhalten ausleben und wird damit eigentlich schon genug belohnt. Es gibt aber auch Hunde (auch Aussies), die zwar dem Menschen zuliebe mitarbeiten, in dieser ‚Sportart‘ aber nicht völlig aufgehen. Hier muss man dann eben akzeptieren, dass es eben verschiedene Charaktere gibt und nicht immer alles funktioniert.

Hier noch ein Video über das Longieren:

 

Zu sehen sind Ivy und ich bei der Arbeit am Kreis und beim 'Freien Longieren'. Dieser Trainingsstand wurde nach nur 2 Monaten (bei einer Unterrichtsstunde pro Woche und gelegentlichem Trainieren im Garten) erzielt!!

 

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