Wir meudtern den Westerwald!

 

 

Folge 1 – Auf der Suche

  

Also, gleich vorneweg: Ich muss gestehen, dass ich absolut nicht der Tagebuch-Typ bin und auch bei meinen Wurftagebüchern tue ich mich immer etwas schwer damit, die Erlebnisse über ein uniformiertes Muster hinaus zu schildern. Das liegt zwar auch an der Zeitersparnis, die man mit so einer Vorlage halt erreichen kann, aber dass ich es nicht so unbedingt gerne tue, ist da eigentlich eher der ausschlaggebende Hintergrund. Und na ja: Ein Blog ist für mich im Grunde nichts groß anderes als ein Tagebuch. Dennoch versuche ich mich in dem Metier einfach mal, um später vielleicht doch auch eine kleine Erinnerung für mich selbst haben zu dürfen. Und zuletzt weiß ich natürlich, dass auch ihr alle sehr neugierig seid. ;)

 

‚Auf der Suche‘ ist also der ziemlich huldvoll klingende Titel der ersten Episode und auf der Suche war ich ja irgendwie auch schon immer. Zumindest so innerlich. Es war etwas schwierig, den Arsch hochzukriegen. Aus… Gründen. Na ja, aus mehreren Gründen eigentlich schon. Zum einen fehlte ein bisschen das Startkapital, zum anderen klammerte die liebe Familie an mir. Und letztlich war es natürlich auch die eigene Bequemlichkeit.

 

Am 28. August 2019 stand die Welt dann auf einmal Kopf, als meine Mutter uns nach ziemlich schwerer und kurzer Krankheit verlassen hatte. Im Juni kam sie quasi schon krank aus dem Urlaub zurück, ihr Zustand verschlechterte sich dann immer weiter, bis sie sehr geschwächt kaum noch laufen und auch so gut wie nichts mehr essen konnte. Zur Abklärung sollte sie für eine Woche ins Krankenhaus gehen. Wir erhielten die niederschmetternde Diagnose ‚Krebs im Endstadium‘ genau eine Woche später. Da lag sie – was wir so nicht ahnten – schon im Sterben. Am nächsten Morgen, als ich aufwachte, war sie nicht mehr bei uns. Die Beerdigung erfolgte Anfang September.

 

Mir selbst ging es zu diesem Zeitpunkt gar nicht so schlecht. Es war so unfassbar viel zu tun, dass ich auch nicht groß zum Nachdenken kam. Zudem durfte ich mich wirklich aufgefangen und umsorgt fühlen von so vielen Freunden, Bekannten und Verwandten. Angst hatte ich vor zwei Dingen. Vor dem Tag, an dem die Schonfrist vorbei sein, ich aber noch nicht so weit sein würde, zur Normalität zurückzukehren. Und zum anderen vor dem Verdrängen. Ich hatte nicht vor, die Sache wegzuschieben. Ganz im Gegenteil. Immer wieder sagte ich mir ganz klar und präzise, dass dieser eine geliebte Mensch nicht mehr da war und auch nicht mehr zurückkommen würde. Und doch war da etwas im Kopf; wie eine Schranke, die jedes Mal kurz vor dem richtigen Verstehen, fiel und dicht machte. Wie eine Art Selbstschutzmechanismus, den ich nicht kontrollieren konnte. Das besorgte mich, aber war ja auch nicht zu ändern. Daher kam ich damit eigentlich auch recht gut klar.

 

Ziemlich schnell hatten mein Papa und ich auf jeden Fall zwischen uns klar gemacht, dass wir dann eben zusammen in die weite Welt zu ziehen gedachten. Ein kleiner Hof, mindestens aber ein großes Stück Land, viel Platz für die Hunde und das am besten noch im landwirtschaftlichen Bereich. Ding, dong – die Suche war eingeleitet. Das Haus hier in Köln sollte dann vermietet werden; mit der Miete würde das neue Heim abbezahlt werden können. Hatten wir die Rechnung nur nicht mit dem Immobilienmarkt gemacht.

 

Eigentlich wollten wir ja nicht so weit von Köln weg. Ja, eigentlich. Denn etwas, was auch nur annähernd von Größe und Lage in Frage kam, war in dieser Region nahezu unbezahlbar. Dabei hieß es doch: Die Leute ziehen wieder in die Stadt. Nur leider hatten die irgendwie nicht vor, ihre Häuser und Höfe zu erschwinglichen Preisen abzugeben. Na schön, dann ziehen wir den Kreis halt etwas weiter und schielen mal hinüber in den Westerwald. Achtzig bis hundert Kilometer müssten doch machbar sein. Ich habe dort auch eine sehr gute Freundin – perfekt, wenn man in der Nähe wohnte und sich gegenseitig bei Welpen helfen und unterstützen könnte. Auch dass wir NRW dann Richtung Rheinland-Pfalz verlassen würden, war für mich eigentlich nur ein Pluspunkt. 

 

Gleichzeitig entschieden wir uns dafür, das Dachgeschoss hier in Köln umzugestalten, damit dieses später bei der Vermietung komplett renoviert sein würde. Damit hatten wir dann auch erst mal eine Menge zu tun. Die Sachen meiner Mutter mussten aussortiert und eingepackt und die Möbel abgebaut werden, ehe man an die Substanz gehen konnte. Der Boden sollte auch raus und die Tapete ab. Mein Vater legte dann Laminat und tapezierte alles. So konnte man sich zumindest eine Weile ganz gut beschäftigen; eben solange man noch nicht den großen Traum leben konnte.

Sorry for not having this website in English. But all English speaking Aussie fanciers from around the world are very welcome. Feel free to contact us if you have any questions! ;)

 

Alle unsere Welpen bekommen ASCA Papiere!!

 

Unser Zwingername (Kennel) ist beim ASCA registriert!